Die besten Cliffs of Moher Reisetipps für ein fantastisches Erlebnis

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Reto Bachofner
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Aus der Kategorie: Sehenswürdigkeiten

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Die berühmten Steilklippen im County Clare erstrecken sich über 8 Kilometer und ragen bis zu 214 Meter senkrecht aus dem Atlantik empor.

Irlands bekannteste Attraktion. Die Cliffs of Moher.

Gerade für Erstbesucher der Grünen Insel gehört ein Besuch der Klippen zum Pflichtprogramm. Mit über einer Million Besuchern pro Jahr wird es gerade im Sommer rasch mal eng.

Wer einige Kniffe kennt, der kann aber die Klippen (fast) für sich allein haben.

In diesem Artikel findest du die besten Cliffs of Moher Reisetipps und Hintergrundinformationen zu diesem fantastischen Naturerlebnis:

  • Woher der Name der Klippen Moher (oder Mothar) stammt
  • Was es mit der verlorenen Stadt von Kilstiffen auf sich hat
  • Warum die Klippen tödlich sein können…
  • … und wie durch ein Wunder ein Dreizehnjähriger den Sturz an den Klippen überlebte
  • Tipps wie du die Klippen am besten zu Fuss, mit dem Auto oder einer Bustour erkundest
  • 6 ultimative Ratschläge, um ein optimales Erlebnis beim Besuch der Cliffs of Moher zu garantieren

Tipps zu den Cliffs of Moher Die Klippen zu finden ist einfach. Das beste aus dem Besuch der Steilklippen zu machen ist eine andere Sache. Mit meinen Cliffs of Moher Reisetipps wird dein Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis

Woher der Name der Steilklippen stammt und die versunkene Stadt

Der Name der Klippen stammt aus dem Irischen. Eine Ansammlung von Bäumen und Buschwerk wurde als „Mothar“ bezeichnet. Das Wort wird Moher ausgesprochen. Mit der Zeit wurde das Wort Mothar auch für eine von Sträuchern überwucherte Ruine verwendet.

Eine solches Steinfort gab den Klippen den Namen. Mothar Uí Ruain oder Moher O’Ruan bezeichnete Ruan‘s zerfallens Fort. Es stand Nahe Hag‘s Head. Im Jahr 1808 wurde das alte Fort demoliert. Mit den Steinen wurde ein Turm errichtet, dessen Ruine noch heute steht.

Die wilde, zerklüftete Landschaft bietet sich gerade zu an um viele Geschichten und Sagen erzählen zu können.

Der O'Briens Tower bei den Cliffs of Moher Vom Besucherzentrum nördlich gesehen steht der O’Briens Tower. Für ein kleines Entgeld kannst du von dort oben die Aussicht geniessen. Es gibt aber bessere Orte um die Klippen zu sehen, darum ist diese Empfehlung (welche in vielen Reiseführern zu finden ist) eher ein Nepp. Spar dir die zwei Euro…

Berühmte Schriftsteller und auch Maler sind von diesem windigen flecken Erde inspiriert worden. WB Yeats, JM Synge und auch JRR Tolkien. Von Letzterem sagt man, dass er während seines Besuches im Westen Irlands in den 50er Jahren von der Landschaft und der keltischen Folklore derart angetan war, dass er diese in sein Buch „Lord of the Rings“ einfliessen lassen hat.

Noch weiter zurück führt uns die Geschichte der verlorenen Stadt von Kilstiffen.

Wenn du in Richtung Spanish Point schaust siehst du weit unten eine grössere Fläche von aufgewühltem Wasser. Dieser Punkt markiert die Lage der antiken Stadt Cill Stuifin.

Die Legende besagt, dass die Stadt in den Fluten versank als der Anführer des ansässigen Clans während einer Schlacht einen goldenen Schlüssel verlor. Dieser wichtige Schlüssel öffnete die Türe zu einem Schloss.

Erst wenn dieser Schlüssel gefunden wird erhebt sich die Stadt wieder aus den Fluten. Dies passiert so oder so für kurze Zeit nur alle sieben Jahre

Wer dieses Schauspiel zufälligerweise sieht ist allerdings verdammt. Der Legende nach wird diese Person sterben, noch bevor sich Kilstiffen wieder aus dem Wasser erhebt.

Besser also, du bekommst die Stadt nicht zu Gesicht. Man weiss nie, was an diesen Legenden dran ist.

Eine wirkliche Gefahr für Leib und Leben ist der unvernünftige Mensch. Es gibt immer wieder Leute, welche zu Nahe an den Klippenrand gehen. Wer dort runter donnert ist verloren.

Die meisten Todesfälle an den Cliffs sind aber Selbstmorde. Wenn die Angestellten des Besucherzentrums am frühen Morgen auf dem ansonsten leeren Parkplatz ein einsames Auto vorfinden ist dies meist ein Zeichen, dass eine Tragödie geschehen ist.

Cliffs of Moher, Sehenswürdigkeit in Clare Auf dem Weg zu den Klippen. Diese sind im “offiziellen” Teil gut mit Steinplatten gesichert

Es soll Fälle gegeben haben in welchen unvorsichtige Touristen von den Klippen gestürzt sind. Seit ein paar Jahren ist die Sehenswürdigkeit gut gesichert und es gibt über 750 Meter an gut begehbaren, mit Steinplatten gesicherte Fusswege.

Einfach so kann dir nichts passieren. Bei starkem Wind ist in jedem Fall den Anweisungen des Personals folge zu leisten.

Der Junge der von den Klippen fiel – und überlebte

Er bezeichnet sich selber als einen sehr glücklichen Menschen.

Peter Fitzpatrick war wie so oft zuvor an diesem verhängnisvollen Tag mit seinem Bruder und seinen Freunden mit dem Rad unterwegs zu den Cliffs of Moher. Die Jungs aus dem nahen Ort Doolin wollten an diesem Tag einmal mehr einen der Strände unten an den Klippen besuchen.

Dazu benutzten sie wie immer einen der schmalen Pfade. Auf halber Höhe rutschte Peter auf dem „Goats Path“ aus und viel 15 Meter in die Tiefe.

They brought down whatever they could to keep me warm, but it took another six hours to rescue me because of the fog, and neither the helicopter nor the boat could get close enough to the shore. When they realised it wouldn’t work, they sent someone to the three pubs in Doolin to get all the men they could find.

Der Dreizehnjährige blieb mit schweren Verletzungen liegen. Wie sich später herausstellte, war auf seiner linken Seite alles gebrochen. Bein, Arm und auch einige Rippen. Glücklicherweise trug er keine Kopfverletzung davon.

Sein Bruder eilte ihm sofort zu Hilfe. Einer seiner Freunde rannte hoch zur Strasse. Dort stoppte er einen vorbeifahrenden Bus in welchem sich zufälligerweise ein Arzt aus Australien befand.

Tote bei den Cliffs of Moher Unvorsichtige Touristen begeben sich oftmals waghalsig an den Rand der Klippen. Denk daran, dass durch die Erosion auch mal eine scheinbar stabile Steinplatte nach unten donnern kann. Aufgepasst auch auf den Wind. Bei starkem Wind ist den Weisungen des Personals unbedingt folge zu leisten.

Er leistete erste Hilfe. Da aber dichter Nebel aufkam konnte die Küstenwache nicht so einfach zum Verletzten vordringen.

Was folgte war eine beispiellose Rettungsaktion, welche einmal mehr zeigt wie die Iren zusammenhalten und helfend bereitstehen.

Alle Männer der drei Pubs in Doolin begaben sich umgehend zu den Klippen. Alles was irgendwie den Jungen warm halten konnte wurde zum Verunfallten herunter geschickt.

Der immer stärker werdende Nebel so wie die hereinbrechende Dunkelheit verunmöglichten den Einsatz eines Helikopters oder von Booten.

Mit einem Tripod System und dem Einsatz von bis zu 50 Männern konnte Peter schliesslich geborgen werden.

Die Küstenwache bei den Cliffs verfügte zu der Zeit nur über zwei Boote. Heute ist die Coastguard eine der am Besten ausgerüsteten der Welt ihrer Art.

Peter Fitzpatrick ist den freiwilligen Helfern der Küstenwache sowie den Männern der Umgebung bis heute Dankbar für seine wundersame Rettung.

Cliffs of Moher Reisetipps

Wie bei allen grossen Attraktionen lohnt es sich den Besuch der Klippen zu planen um das Beste aus dem Besuch herausholen zu können.

Wie du deinen Besuch bei den Cliffs of Moher optimal gestalten kannst

Zunächst wäre natürlich die Anfahrt. Ausser mit dem eigenen Jet kannst du die Klippen mit allen gängigen Transportarten erreichen:

  • Mietwagen (inkl. Camper, keine Höhenbeschränkung aber Reservation erforderlich)
  • zu Fuss
  • mit dem Fahrrad oder Motorrad
  • mit dem öffentlichen Verkehr
  • und mit privaten Busunternehmen

Der Besuch mit dem Auto gestaltet sich als unkompliziert. Gegenüber dem Besucherzentrum liegt ein riesiger Parkplatz. Bei Einfahrt kannst du bereits das Ticket lösen.

Der Parkplatz sowie das Visitorcenter sind kostenpflichtig, wobei ein Ticket fürs Parken sowie Zutritt berechtigen.

Spartipp

Ein Stück weiter weg vom offiziellen Parkplatz in Richtung Liscannor befindet sich der Parkplatz zum Guerin‘s Path. Der Landlord hat dort wohl ein Geschäft gerochen und den Zutritt zu seinem Land freigegeben.

Früher konnte man dort noch kostenlos parken. Mittlerweile kostet das Abstellen des Wagens fünf Euro. Was gegenüber dem offiziellen Erlebnis immer noch günstiger ist.

Der Guerin‘s Path führt dich den Klippen entlang. Diese sind an jeder Stelle frei zugänglich. Geld ausgeben muss man lediglich für den Parkplatz und wenn man das Besucherzentrum betreten will. In diesem kannst du die Klippen interaktiv erleben und viele spannende Zusatzinformationen erhalten.

Du kannst die Klippen auch zu Fuss erkunden.

Wenn du vom Besucherzentrum her auf den offenen Atlantik blickst kannst du nach Links oder nach Rechts gehen. Auf beiden Seiten befinden sich Steinplatten als Abgrenzung, damit niemand zu Nahe an den Klippenrand geht. Diese Abgrenzungen enden nach einer gewissen Zeit.

Aussicht Cliffs of Moher Fantastische Aussicht auf den Atlantik von den Klippen. Tausende Kilometer Westwärts liegt Amerika. Im Hintergrund knapp zu erkennen die Aran Islands.

Behende kannst du dich hier über einen Abgrenzung zur Weide schwingen. Nun kannst du die Klippen frei und ohne Abgrenzung geniessen.

Sei aber vorsichtig. Nie zu Nahe an den Klippenrand gehen. Bei Wind rechne einen zusätzlichen Sicherheitsabstand ein.

Falls du die Klippen mit einem Guide bewandern möchtest empfiehlt dir unser Leser Gerald B. eine Tour mit dem „Walking Farmer“ Pat Sweeney. Jeweils um zehn Uhr morgens startet Pat seine Wanderungen entlang der Klippen in Doolin.

Pat ist nicht nur einfach Guide, sondern ein regional verbundener und hervorragender Geschichtenerzähler. Wenn du interessiert bist erfährst du nicht nur über die Klippen und die Region vieles, sondern auch über die Troubles in Nordirland und den Friedensprozess.

Verschiedene Anbieter bieten ab Dublin, Cork, Limerick und Galway auch Tagestouren mit dem Bus zu den Cliffs of Moher. Hier eine Auswahl ab Cork, Dublin, Limerick und Galway.

Zum Abschluss 6 Tipps für einen gelungenen Besuch:

  • Das sanft in die Umgebung eingebettete Besucherzentrum bietet nicht nur ein hervorragendes Restaurant, Toilettenanlagen und sondern auch eine spannende Ausstellung. Die (interaktiven) Informationen über die Klippen und die Region sind alleine das Eintrittsgeld wert.
  • Eine Willkommene „Attraktion“ im Visitorcenter ist der ATM. Richtig, der Bankautomat. Diese sind im Co. Clare – insbesondere in der Region um die Klippen herum – dünn gesät. Wer zum Beispiel in Doolin nächtigt wird am Dorf nur richtig Spass haben wenn er über Bargeld verfügt.
  • Halte Ausschau nach Puffins! Die putzigen Vögel haben sich die Klippen als ihr zu Hause ausgesucht. Speziell der „Pinnacle Rock“ wird von den Tieren bewohnt und überflogen. Den besten Ausblick hierauf hat man allerdings vom Boot heraus.
  • So sind wir gleich beim nächsten Tipp. Erkunde die Klippen auf einer Bootstour. Ab dem Hafen von Doolin führen (gute See vorausgesetzt) täglich Touren unterhalb der Klippen. Diese kannst du so aus einer ganz anderen Perspektive sehen.
  • Der O‘Briens Tower steht prominent an der höchsten Stelle der Klippen und wartet gemäss vielen Reiseführern mit dem besten Ausblick auf die Cliffs of Moher auf.Die Schreiber dieser klassischen Reiseführer waren leider selber noch nie auf dem Tower und haben die zwei Euro Gebühr für die „tolle Aussicht“ nicht aus eigener Tasche berappen müssen.Kurz. Die zwei Euro kannst du dir sparen. Wirf sie besser in Galway einem Strassenmusikanten in den Hut. Es gibt bessere „Spots“ um die Klippen zu sehen und das erst noch kostenlos.
  • Möchtest du das Allerbeste aus deinem Besuch herausholen plane diesen gegen Abend. Ab 16.00 Uhr sind die Touristenbusse weg, die Sonne steht im Westen und bestrahlt so die Klippen. Mit etwas Glück taucht sie die Cliffs in ein umwerfendes Feuerrot.

Was sind deine Erfahrungen mit den legendären Cliffs of Moher? Hast du Fragen zum Besuch? Nutze die Kommentarfunktion.

Weitere Tipps und Meinungen von Lesern findest du in der Community von Tripadvisor.

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